Geschichte der Rettungshunde
Mitte des 17. Jahrhunderts begannen Mönche im Hospiz auf dem Grossen St. Bernhard die ersten Bernhardiner zu züchten. Ihre Aufgabe bestand darin, den verschneiten Weg zum Hospiz zu finden. Jedoch führten Sie damals schon verirrte oder verschüttete Menschen zum Kloster und retteten diese somit.
Nach langer Ruhe brachte der Krieg den Nutzen von Hunden wieder in den Vordergrund. Ab 1890 wurde der Deutsche Verein für Sanitätshunde gegründet, der von der Armee finanziell getragen wurde. Die Ausbildung blieb damals aber noch in privaten Händen.
Im ersten Weltkrieg kamen über 4000 Sanitätshunde zum Einsatz. Im zweiten hatten diese dann schon spezielle Aufgaben.
Eine richtige Ausbildung von Rettungshunden startete die „Arbeitsgemeinschaft der Zuchtvereine und Gebrauchshundeverbände“ und der „Bundesluftschutzverband“ mit dem Hintergrund, dass jeder Selbstschutzzug ein Rettungshund zugeordnet wird.
Nach dessen Umbennung war das nicht nur das Ende der Schutzzüge sondern auch der Ausbildung von den Hunden.
Seitdem haben sich die Rettungshundestaffeln selbständig gegründet.
Flächensuchhunde
In Deutschland ist der häufigste Rettungshundeeinsatz die Vermisstensuche in der Fläche. Dabei durchstöbert der Hund das Gelände nach menschlicher Witterung und ersetzt so eine menschliche Suchkette
Mantrailing
Immer öfter werden sogenannte Mantrailer (engl. „man“ – Mensch und „trail“ – Spur) eingesetzt.
Im Unterschied zum Flächen-/Trümmer-Suchhund unterscheidet der Mantrailer bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander.
Er sucht ausschließlich nach den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person und lässt sich von der Vielzahl der anderen Gerüche nicht ablenken.
Sein Haupteinsatzgebiet ist die Stadt bzw. bebaute Flächen.
Trümmersuche
Die Trümmersuche ist weitaus seltener und erfordert eine zusätzliche Ausbildung. Die Hunde müssen lernen, über schafkantige, spitze oder nachrutschende Trümmer zu balancieren und sich dabei nicht bei ihrer Suche ablenken zu lassen.